
„Bernstein“- kein Stein, kein Mineral, kein Halbedelstein, Bernstein ist organischen Ursprungs. Bernstein ist nicht kristallin, d.h. nicht durch ebene Kristallflächen begrenzt, sondern glasig amorph und in jeder Richtung spaltbar. Alle Formen zeigen muscheligen, glänzenden Bruch. Bernstein ist ein guter Isolator. Beim Reiben an Wolle und Seide lädt er sich elektrostatisch auf und zieht dann Papierschnipsel an.
Bernstein ist brennbar. Die Brennbarkeit beruht auf seiner Zusammensetzung aus verschiedenen organischen Stoffen (Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff). Er brennt kerzenartig mit rußender Flamme und scharfem Geruch.
Bernstein ist leicht. Spezifisches Gewicht: 1,05 …. 1,09 g/cm³. In Süßwasser(1,0 g/cm³) sinkt er zu Boden, schwimmt aber in konzentrierter Kochsalzlösung (mind. 10%).
Bernstein ist nicht steinhart. Auf der Mohs’schen Härteskala erreicht er eine Ritzhärte von 2 -2,5. Er lässt sich mit einer Nadel ritzen. Er ist leicht zu bohren, drechseln, schleifen und polieren.
Bernstein kommt in den Farbabstufungen von hellgelb bis rotbraun vor. Seltener sind bläuliche, schwarze und weiße Varietäten. Das Harz des „Bernsteinbaumes“ hatte vermutlich die Farbe des heutigen Kiefernharzes – gelb in verschiedenen Tönen – und war im reinen Zustand klar. Durch emulsionsartige Vermischungen des Harzes mit wasserhaltigen Zellsäften im Inneren des Baumes entstanden mikroskopisch kleine Tröpfchen, deren unterschiedliche Lichtbrechung die zahllosen Farbvarianten und Trübungen verursachten. (aus „Baltischer Bernstein“ von Erichson/ Weitschat)